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Glenarm - Glencloy

entlang der Causeway Coastal Route

Um es gleich vorweg zu nehmen: die Causeway Coastel Route und die Glens of Antrim zählen zu den landschaftlich gesehen absoluten Highlights der irischen Insel. Das haben auch die Filmemacher längst erkannt. Allein die Serie Game of Thrones hat den Landstrich weltbekannt gemacht.

Wie bedeutend dies für die Menschen und insbesondere den Tourismus ist, zeigt eine Umfrage des Fernsehsenders HBO. Demnach wählt jeder vierte Erwachsene sein Reiseziel anhand von Filmen aus. Und jeder fünfte möchte sich an den bekannten Drehorten fotografieren lassen.

Möwenbrücke in Glenarm
in Glenarm an der Causeway Coastal Route

Wer sich einmal das filmische »Winterfell« anschauen möchte, empfehlen wir, den Tollymore Forest Park zu besuchen. Der geschützte Waldbestand befindet sich südlich von Belfast nahe der Stadt Newcastle. Der Forest Park diente mehrmals als Kulisse und ist für seine Felsen, Grotten und Höhlen bekannt.

Wir indes sind bei unserer eigenen Fahrt nach Norden Richtung Larne gefahren und haben unseren ersten Stopp bei Glenarm (Irish: Gleann Arma) eingelegt. Der Name bedeutet so viel wie »Tal der Armee« und leitet sich von dem Tal ab, an dessen unteren Ende der kleine Ort liegt.

in Glenarm an der Causeway Coastal Route
in Glenarm an der Causeway Coastal Route

Nach einem kurzen Rundgang durch den im Film »Five Minutes of Heaven« zu sehenden Ort und einem Besuch des Walled Gardens beim Glenarm Castle verlassen wir Glenarm auf der Munie Road. Damit kommen wir rechts vom Glenarm River in das südlichste Tal der Neun Glens von Antrim.

Kennzeichnend für das Tal sind die saftig-grünen Wiesen, Lesesteinmauern und der alles andere überragende Slemish. Laut der Überlieferung soll der Heilige Patrick in jungen Jahren versklavt und auf den Berg gebracht worden sein, um Schafe zu hüten. Dabei soll er zu Gott gefunden haben.

der Slemish Mountain am Ende von Glenarm - Glencloy
Küste bei Carnlough

Der Berg Slemish selbst ist der Rest eines Pfropfens von einem erloschenen Vulkan. Im Gegensatz zu den unteren, nach Westen sanft abfallenden Hängen und dem relativ flachen Moor im Osten ragt der obere Teil des Bergs steil in die Höhe. Da er zudem einzeln in der Landschaft steht, ist der schroffe und nur spärlich bewachsene Hügel unverwechselbar.

Nach einem kurzen Fotostopp folgen wir der Straße weiter bis zur Kreuzung mit der A42. Dort biegen wir rechts ab und fahren über die Carnlogh Road zurück an die Küste. Weiter geht es Richtung Norden zum Garron Point. Die Landzunge wird von einer Art Kreidefelsen gebildet, der bei Kletterern beliebt ist, der allerdings durch Spalten und rutschigem Basalt als Deckgestein seine Tücken hat.

Garron Point an der Causeway Coastal Route
Garron Point an der Causeway Coastal Route

Gemütlicher ist da der Weg vom hübsch angelegten Rast- und Parkplatz an die Küste, wo die Felsen abrupt und stark zerklüftet zur See abfallen und Angler ihr Glück versuchen. Von dort hat man dann auch den besten Blick auf den Kreidefelsen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten.

So warnt uns ein Schild vor einer instabilen Klippe, hohe hereinbrechende Wellen, einem möglichen Sturz, tiefem Wasser und Strömungen. So Sachen wie Tauchen, im Wasser schwimmen oder gar hineinspringen sind verboten. Und Angucken? Ist erlaubt, welch ein Segen!

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