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Dunseverick Castle

Wanderung Dunseverick Castle - Giant's Causeway 1/5

Viele Besucher vom Giant's Causeway begnügen sich damit, zum Besucherzentrum zu fahren, um von dort direkt zu den Basaltsäulen zu spazieren. Viel schöner finden wir es, den Ausflug mit einer Wanderung entlang der steil abfallenden Küste zu verbinden.

Damit lassen wir bei unserer Anreise das Besucherzentrum links liegen und folgen der Causeway Road (B146) zum kleinen Wanderparkplatz oberhalb der Ruine Dunseverick. Die 2,8 Meilen bzw. 4,4 km lange Strecke lässt sich auch mit dem Bus bewältigen.

beim Dunseverick Castle auf dem Weg zum Giant's Causeway
herrlich, ruhiger Wanderweg beim Dunseverick Castle

Obwohl wir durch unseren ersten Ausflug des Tages nach Carrick-a-Rede erst mittags ankommen, stehen nur wenige Fahrzeuge auf dem kleinen Parkplatz. Ob dieser durch seine etwas zurückgesetzte Lage leicht übersehen wird oder sich doch nur wenige Besucher für eine Wanderung entscheiden wissen wir nicht.

Wohl aber, dass die Nordiren hier auch auf wenige Touristen Rücksicht nehmen. So lädt direkt am Zugang zum Wanderweg eine Raststelle mit Grillvorrichtung zum Verweilen ein. Uns zieht es hingegen zunächst zu einer Halbinsel mit den spärlichen Resten vom Dunseverick Castle (Dún Sobhairce).

Kühe auf unserer Wanderung zum Giant's Causeway
schöne Küste in der Nähe vom Dunseverick Castle

Aus der Geschichte ist überliefert, dass Saint Patrick die Burg im Fünften Jahrhundert besuchte. Dabei taufte er den einheimischen Olcán, der später ein Bischof von Irland wurde. Das zu der Zeit für irische Klippen und Halbinseln typische Promontory Fort wurde im Jahr 870 von den Wikingern angegriffen.

Später wurde Dunseverick Castle durch Murtagh an Fergus für dessen Krönung in West-Schottland verliehen. Der Niedergang der Festung erfolgte im 17. Jahrhundert: 1642 wurde die Burg durch General Robert Munro und seine Truppen zunächst erfolglos angegriffen, acht Jahre später aber zerstört.

beim Port na Spaniagh
Anne beim Port na Spaniagh

Ein Wohnturm, der dem Angriff stand gehalten hatte, stürzte 1978 ins Meer, weshalbheute tatsächlich nicht mehr viel von der Ruine übrig ist. Zwischen der Burg und dem Rand der Klippen entspringt jedoch eine Quelle. Sie ist als Tubber Phadrick oder St. Patrick's Well bekannt und zählt zu den Heiligen Quellen von Irland.

Da von der Burg bis auf zwei Mauern des Torhauses kaum etwas erhalten blieb und nur ein grasbewachsener Trampelpfad auf die Halbinsel führt, begnügen wir uns mit der Aussicht aus sicherer Entfernung. Schließlich folgen wir dem Wanderweg an den Rand der Klippen, wo wir nach Westen abbiegen.

beim Port na Spaniagh
Schafe beim Port na Spaniagh
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