Ha'penny-Bridge von Dublin bei Nacht

Städtereise Dublin | Spaziergänge und Sehenswürdigkeiten

Die spannendsten Orte und schönsten Ziele in Dublin

Für viele Irland-Reisende beginnt das Erlebnis auf der Grünen Insel in Dublin. Die Hauptstadt der Iren ist zugleich die größte Stadt. Der irische Name lautet Baile Átha Cliath, was »Stadt an der Hürdenfurt« bedeutet. Der englische Name leitet sich indes vom irischen Wort Duibhlinn ab, das einen schwarzen Teich oder dunklen Tümpel beschreibt. Geografisch bezieht sich letzteres auf die Umgebung der Christ Church Cathedral, wo die Wikinger im Jahr 841 die Siedlung Dyflin gegründet hatten.

Planung Deiner Städtereise nach Dublin

Anreise und Kombi-Angebote

Beide Terminals des Dublin Airports sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Am günstigsten gelangst Du mit dem Linienbus 41 in die Innenstadt und das rund um die Uhr im Viertelstundentakt mit Stopps an etlichen Haltestellen. Für die Fahrt mit dem Bus musst Du etwa 45 bis 60 Minuten einplanen. Etwas bequemer und schneller geht es mit dem Airlink Express in 20 bis 35 Minuten direkt ins Zentrum.

Innerhalb der Stadt kommst Du fast überall zu Fuß oder mit Bus und Straßenbahn, den Luas, hin. Bei einem reinen Städtetrip kannst Du also auf einen Mietwagen gut verzichten. Die sonst mühsame Parkplatzsuche entfällt somit. Um die Reisekasse zu schonen, lohnt sich außerdem ein Blick auf die besten Angebote für einen Aufenthalt in Dublin mit Voyage Privé, die Flug und Hotel oft als attraktives Paket bündeln.

Kulturelles Leben und Musik in der Stadt

Dublin vereint jahrhundertelange Geschichte mit ausgelassener Lebensfreude. Um das vielfältige kulturelle Leben der Stadt richtig zu spüren, empfehlen wir Dir einen mehrtägigen Aufenthalt. Dies ermöglicht Dir, auch in das Nachtleben der irischen Hauptstadt einzutauchen. So waren wir selbst bei unserer ersten Städtereise nach Dublin von den Künstlern begeistert, welche die Gassen im Zentrum beleben.

Allen voran gilt dies für die Gassen im historischen Stadtzentrum, wo praktisch immer irische Folklore, Tanz und Straßenshows geboten werden. Am schönsten ist dies natürlich, wenn im Sommer milde Temperaturen dazu einladen, bis spät in die Nacht im Freien zu feiern. Doch auch bei frostigen Temperaturen verstehen es die Straßenkünstler, ihr Publikum auch außerhalb der Pubs mitzureißen und zu begeistern.

Wenn Du das erste Mal nach Dublin kommst und gleich mittendrin im Geschehen sein willst, dann bist Du im Szeneviertel Temple Bar bestens aufgehoben. In den heute autofreien Gassen des Flanier- und Künstlerviertels reihen sich die Pubs aneinander. Ursprünglich entstand das Viertel außerhalb der Stadtmauer ab dem frühen 18. Jahrhundert. Diese Lage abseits der privilegierten Viertel Dublins begünstigte damals die Ansiedlung von Pubs und Bordellen. Heute sind die Pubs weit mehr als nur ein Lokal:

Sie sind Wohnzimmer, Bühne und Treffpunkt der Iren. Über eine Vielzahl von Bildschirmen werden wichtige Sportereignisse übertragen, sodass oft schon frühabends eine ausgelassene Stimmung herrscht. All das macht es leicht, bei einem frisch gezapften Pint – dieses bestellst Du direkt an der Bar – mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Dies gilt insbesondere bei Fußball-Länderspielen mit deutscher Beteiligung, denn erstaunlich viele Iren tragen dann das Trikot unserer Nationalelf.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dublins

Daneben gibt es natürlich auch einige Sehenswürdigkeiten in Dublin zu entdecken. Zu den bekanntesten zählen das Guinness Storehouse im Industrieviertel, die Christus-Kirche mit dem benachbarten Dublinia-Museum und das Trinity College mit dem Book of Kells. Auch schön finden wir es, entlang des Liffey oder durch einen der Parks zu flanieren. Wenn Du es hingegen lieber gruselig magst, werden Dich die Gruften der St. Michan's Church begeistern. Die Mumien unter der Kirche sollen Bram Stoker zu seinem Roman Dracula inspiriert haben.

Viele der Attraktionen kannst Du zu Fuß über verschiedene Rundgänge durch Dublin bequem miteinander verbinden. Nicht selten begegnest Du dabei übrigens einem Mensch gewordenen Leprechaun. Wie in mittlerweile jeder Metropole verbergen sich dahinter Künstler, welche hier den Kobold der irischen Mythologie darstellen. Die Leprechauns sollen einen Topf voll Gold am Ende des Regenbogens hüten – und haben es damit sogar bis in die Harry-Potter-Romane geschafft. Über Spenden freuen sie sich dennoch.

Das Trinity College ist die historisch bedeutendste Lehranstalt Dublins. Als besonderes Erlebnis ist die Bibliothek bzw. die Old Library auch für touristische Besucher zugänglich. Neben dem berühmten Book of Kells beherbergt diese einige weitere alte Titel in ihren hohen Bücherregalen. Daneben bietet sich ein Rundgang über das weitläufige Gelände der Universität an.

Das Guinness Storehouse zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten im alten Industrieviertel Dublins. Dabei ist der Besuch auch dann ein Erlebnis, selbst wenn Du kein Bier trinkst. Der Rundgang führt Dich an einem künstlichen Wasserfall vorbei zu den Ausstellungsräumen. Nach einer ersten Kostprobe eröffnet Dir die Gravity Bar einen herrlichen Rundumblick über die Stadt und den Liffey bis zu den Wicklow Mountains.

Die Anfänge der Christ Church Cathedral gehen auf das Mittelalter zurück. Nachdem sie über Jahrhunderte als wichtiges Ziel für Pilger in Dublin war, überrascht sie heute mit einer geheimnisvollen Krypta. Über eine umbaute Brücke ist sie mit dem Heimatmuseum Dublinia verbunden, in der Du einiges über die Geschichte der früheren Wikinger-Siedlung erfährst.

Die St. Michan's Church ist auf dem ersten Blick nur eine von vielen Kirchen in Dublin. Das Kirchenschiff lohnt sicherlich einen Blick. Bekannt ist die Kirche jedoch für ihre Gruften, die einige Mumien beherbergen. Die schaurige Atmosphäre inspirierte bereits Bram Stoker zu seinem Roman Dracula.

Das Gefängnis Kilmainham Gaol gilt als die Kathedrale des viktorianischen Strafvollzugs. Ein kurzer Spaziergang durch eines der Außenviertel Dublins führt uns zu der dunklen Seite des britischen Empires. Hoffnung gab den Insassen das Schweizer Fenster.

Plätze und Spaziergänge in Dublin

Der Fluss Liffey wird wegen seines dunklen Wassers auch scherzhaft als Guinness-Fluss bezeichnet. Als besonders schöne Brücke überspannt die Ha' Penny Bridge den Fluss nahe der Altstadt. Daneben laden die breite Uferpromenade und die Millennium Bridge zum Spazieren und Flanieren ein.

Der Wolfe Tone Square zählt zu den zentralen Plätzen Dublins. Dort finden wir ein Denkmal an die Teilnehmer der Osterrebellion von 1916. Deutlich auffallender ist jedoch eine Bar im Kirchengewand: The Church zählt zu den bekanntesten und ungewöhnlichsten Pubs in Dublin.

Der Merrion Square ist das pulsierende Herz der georgianischen Southside Dublins. Direkt auf dem Platz steht eine Statue von Oscar Wilde, einem der bekanntesten irischen Schriftsteller. Wenige Schritte weiter erinnert an der Ecke Suffolk Street / St. Andrew Street eine Statue an Molly Malone, die vielleicht bekannteste Fischverkäuferin Dublins.

Häufige Fragen zu Reisen nach Irland

Beste Reisezeit

Als beste Reisezeit gilt das späte Frühjahr und der Sommer, also von Mai bis Ende September. Die Temperaturen sind dann angenehm zu ertragen und Regenschauer weniger häufig. »Weniger häufig« bedeutet, dass eine wasserfeste Jacke ohne wenn und aber zu jeder Jahreszeit ins Gepäck gehört. Denn selbst an sonnigen Tagen können kurze Schauer über Dublin hinwegziehen. Reizvoll sind aber auch der Herbst und die Adventszeit, wenn in den Gassen kleine Weihnachtsmärkte zum Bummeln einladen.

Wettervorhersage für Dublin

Brauche ich einen Adapter für die Steckdosen in Irland?

Ja, in Irland ist der dreipolige UK-Stecker mit 230V Standard. Wir selbst haben uns jahrelang mit verschiedenen wackligen Reiseadaptern herumgeärgert. Am Ende haben wir in einem Drogeriemarkt vor Ort einen Adapter für unsere Stecker gefunden, der deutlich besser in der Steckdose sitzt. Dieser passt übrigens auch für viele ehemalige britische Kolonien sowie Länder in Asien.

Was ist ein Pint – und wie spricht man es?

Ein Pint entspricht in Irland exakt 0,568 Liter. Es richtig auszusprechen, ist eine Herausforderung für Nicht-Iren. Richtig ist: Nach dem harten »P« folgt ein etwas in die Länge gezogenes »eye« wie beim englischen Wort für Auge, bevor das Wort mit einem nicht allzu harten »t« endet. Wenn Du etwas wie »Peint« bestellst, hast Du Dich bereits als Tourist zu erkennen gegeben. Die gute Nachricht, die Iren werden Dir trotzdem etwas zu trinken geben (-:

Wir wünschen Dir viel Freude beim Entdecken der irischen Hauptstadt
Annette und Lars