Bei klarem Wetter muss die Aussicht traumhaft sein. Sie reicht vom Kinbane Head nach Ballycastle, über die Sea of Moyle nach Rathlin Island sowie bis nach Schottland. Entlang der östlichen Küste könnte man bis zur Landzunge Torr Head sehen. Hier versteht es sich leicht, warum die Gegend in Geschichten und Legenden aus der irischen Mythologie als Schauplatz diente.
Im Hafen von Ballycastle lässt eine Skulptur vier Schwäne über den Fair Head fliegen. Es sind die vier Kinder von Lir. Die Liebe zu seinen Kindern aus erster Ehe ließ ihre Stiefmutter Aoife vor Eifersucht wahnsinnig werden. Eines Tages verwandelte sie die Kinder am Lough Derravaragh in Schwäne. Der Zauber sollte solange halten, bis eine Frau aus dem Süden Irlands einen Mann aus dem Norden heiratet. So fristeten die Schwäne 900 Jahre lang ihr Dasein auf verschiedenen Gewässern Irlands. Doch nur allzu bald plagte Aoife ihr schlechtes Gewissen. Sie verlieh den Schwänen die Gabe des überirdisch schönen Gesangs. Lir hingegen verfügte, dass in Irland kein Schwan mehr getötet werden dürfe.