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Basaltsäulen bei Port Noffer

Wanderung Dunseverick Castle - Giant's Causeway 4/5

Wo der große Wanderweg auf den »Cliff path« bzw. Red trail trifft, biegen wir rechts auf die »Sherperd's steps«, die Schäfertreppe, ab. Der Zugang über die Stufen wird vor Ort als schwierig angegeben. Tatsächlich sollten die Schritte auf den teils abschüssigen Stufen in Ruhe gesetzt werden.

Als größere Herausforderung sehen wir jedoch, dass es auf der engen Schäfertreppe an sonnigen Tagen nachmittags sehr lebhaft zugehen kann. So müssen wir immer wieder warten oder anderen Besuchern ausweichen, die uns auf ihrem Weg nach oben keuchend entgegenkommen.

bei den Basaltsäulen vom Giant's Causeway
bei den Basaltsäulen vom Giant's Causeway

Unten angekommen, treffen wir dann auch auf diejenigen, welche den »normalen« Spazierweg zur Westseite des Amphitheaters gewählt haben. Da der Abschnitt entlang der Port Noffer gut ausgebaut ist, kommen wir aber dennoch ohne weitere Hindernisse voran.
Damit haben wir das Highlight auf der Ostseite der Bucht bald erreicht: es sind riesige Basaltsäulen, die in der vordersten Reihe aus der Felswand herausgelöst sind und vor denen wir selbst ganz klein aussehen.

Einen Katzensprung weiter endet der Weg. Warum das so ist, erklärt ein Schild am Wegende: »Steinschlag und Erdrutsch sind natürliche Erosionsprozesse in den Buchten am Giant's Causeway. Das Anlagen von Pfaden in den Klippen verschlimmert diesen Prozess.« Um weitere Schäden an den geologischen Strukturen einzugrenzen und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, war das Amt für Denkmalpflege und Naturschutz gezwungen, den Weg 1994 zu sperren.

bei den Basaltsäulen vom Giant's Causeway
Anne beim Giant's Causeway

Neben der Erklärung veranschaulicht eine Karte die Stabilität der einzelnen Hangbereiche bzw. die am stärksten gefährdeten Abschnitte. Also kehren wir um und spazieren entlang der malerischen Bucht von Port Noffer zu den am meisten fotografierten Abschnitt des Giant's Causeways, der Straße der Riesen. Dort angekommen, würden wir sagen, dass unzählige Basaltsäulen Port Noffer von der westlich angrenzenden Bucht Port Ganny trennen.

Es muss sich jedoch jemand die Mühe gemacht haben, alle durchzuzählen. Demnach sollen es insgesamt 40.000 Basaltsäulen mit einem Alter von circa 60 Millionen Jahren sein. Die meisten von ihnen sind sechseckig, wir haben aber auch Säulen mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken gesehen. Im Prinzip spielt es keine Rolle. Es sind genug, dass jeder reichlich Motive zum Beispiel für das eigene Fotobuch seiner Irlandreise findet.

inm Café The Nook warten wir auf den nächsten Bus

Nachdem auch wir genug Aufnahmen im Kasten haben, folgen wir dem nun breiten Besucherstrom zum Giant's Causeway Information Centre. Ob sich der Rundgang durch das moderne Gebäude lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Wir finden es eindrucksvoller, die seit 1986 geschützte UNESCO-Welterbestätte hautnah zu erleben. Dazu gehört auch das Kamel, das in einer Felsformation oberhalb von Port Ganny zu erkennen ist.

Mit diesen letzten schönen Eindrücken passieren wir das Besucherzentrum und laufen vor zur Bushaltestelle. Noch während wir den Fahrplan studieren, erfahren wir, dass die Busse durchaus zu ganz anderen Zeiten fahren können. Zum Glück verkürzt sich dadurch unsere gedachte Wartezeit, die sich übrigens ideal bei Cappuccino und Kuchen auf der Terrasse vom Café The Nook überbrücken lässt, wo der tolle Ausflug endet.

Straße oder Damm der Riesen

Die Basaltsäulen ziehen sich ähnlich einer Straße oder einem Damm ins Meer hinein, womit sich natürlich eine irische Legende verbindet. Demnach soll der Riese Fionn mac Cumhaill (auch MacCool, Finn oder Find Mac Umaill) den Damm errichtet haben, nachdem ihn der schottische Riese Benandonner zutiefst beleidigt hatte. Als der Damm fertig war, rannte Fionn mac Cumhaill hinüber nach Schottland, um Benandonner für sein ungebührendes Verhalten eine gehörigen Tracht Prügel zu verpassen.

Sowie er sich der Küste von Schottland näherte, erkannte Fionn jedoch, dass ihn sein Gegenspieler um einiges überragte. Da er außerdem vom Bau der Straße völlig erschöpft war, rannte er zurück nach Irland, wo er nach einem Ausweg suchte. Seine Frau hatte die rettende Idee: sie zog ihm Babysachen an und legte ihn in eine Wiege. Als schließlich auch Benandonner Irland erreichte und das sah, nahm nun dieser Reißaus. Denn wenn schon das Baby so groß war, wie groß wäre dann wohl der Vater, den er zum Duell stellen wollte?

Video Wanderung am Giants Causeway | Entdecke Irland

Eindrücke einer Wanderung auf dem Giants Causeway bis zu den Basaltsäulen. Aufnahmen der herrlichen Küstenlandschaft von Nordirland.
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