Langzeitbelichtungen sind überall dort angebracht, wenn nur wenig Licht vorhanden ist, etwa in Kirchen, einer Höhle oder in einem Tunnel. Bei all diesen Aufnahmen sollte nach Möglichkeit ein Stativ eingesetzt werden, um die Stimmung vor Ort zu erhalten. Gleiches gilt am Abend, wenn wir einen Platz so aufnehmen möchten, wie wir ihn wahrnehmen. Daneben machen Langzeitbelichtungen aber auch Sinn, wenn eigentlich genug Licht vorhanden ist. So werden häufig Wasserfälle mit Stativ und langer Zeit aufgenommen, um das Bild mystisch zu verwischen. Dies lässt sich auch an der Küste nutzen. So kann eine sich kräuselnde, wenig spannende Wasseroberfläche auf durch eine längere Belichtung verändert werden. So weit so gut. Tagsüber wird ist es meist so hell, dass wir selbst mit der Blende 22 kaum über eine Sekunde hinauskommen. Um dennoch einen sichtbaren Effekt zu erzielen, haben wir beim Hafen von Ballintoy einen Stopper verwendet. Das ist ein Filter, der die Lichtdurchlässigkeit deutlich verringert. Zu unserer Ausrüstung zählen die Lee Filter Little Stopper und Big Stopper, mit denen wir sechs bzw. zehn Blendenstufen gewinnen. Der Hafen von Ballintoy ist übrigens in der Mittelalter Saga Game of Thrones zu sehen, wo er die Einfahrt zu den Eiseninseln darstellt.