Das Staigue Fort - Ein Ringfort

Eines der größten und schönsten Steinforts von Irland

Das Staigue Fort - Ein keltisches Ringfort
Anne am Eingang des Staigue Fort

Das Staigue Fort, irisch Cathair na Stéige, ist ein Ringfort im Süden der Halbinsel Iveragh, nahe der beliebten Panoramastraße »Ring of Kerry«. Bei unserer Küstenfahrt haben wir einige Stopps, wie bei der Passhöhe Moll's Gap (gps: N 51.9383, W 9.6572) oder der Black Water Bridge (gps: N 51.8564, W 9.74333), einer sehr schönen Bogenbrücke. Danach biegen wir bei Castlecove rechts zum Staigue Fort (gps: N 51.8043, W 10.0172) ab.

Damit verlassen wir den Ring of Kerry. Auch wenn sich das Besucherzentrum mit angeschlossener Bar und B&B vom Staigue Fort direkt an der N70 befindet, sind es noch gut drei Kilometer bis zum Ringfort. An sich kein Problem. Allerdings ist die Zufahrt sehr schmal, sodass zwei Autos kaum aneinander vorbeikommen. Aber das kennen wir ja bereits von einigen anderen Sehenswürdigkeiten auf der Grünen Insel.

Café und Laden Mollys Gap
Brücke über den Blackwater

Das Staigue Fort - für einen enormen Bedarf an Sicherheit

Nach ein paar Ausweichmanövern - auch auf sehr engen Straßen gilt das Linksfahrgebot! - endet die Straße wenige Meter von der Festung entfernt. Parkgebühren werden keine verlangt und auch auf ein Kassenhaus wurde verzichtet. Ein Schild bittet die Besucher jedoch, das relativ geringe Eintrittsgeld passend einzuwerfen, um auch in Zukunft beides in Schuss halten zu können.

Das Staigue Fort selbst zählt zu den größten und schönsten Steinforts von Irland. Die Bauzeit wird auf ein frühes Jahrhundert, bevor die ersten Christen Irland erreichten, geschätzt. Dabei ist man sich sicher, dass das Fort für einen sehr wohlhabenden Landbesitzer oder Häuptling errichtet wurde, den vor allem eines auszeichnete: ein enormer Bedarf nach Sicherheit.

Fuchsien beim Staigue Fort
Die gewaltigen Mauern des Staigue Fort

Tatsächlich umschließt die Festung eine Fläche von knapp 30 Metern im Durchmesser und besitzt mit bis zu sechs Meter hohen und vier Meter dicken Mauern ein beachtliches Ausmaß. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Steine ohne Mörtel zusammengehalten werden.

Im Mauerwerk deuten mehrere fast senkrechte Fugen darauf hin, dass die Festung in mehreren Abschnitten errichtet wurde. Ins Innere des Forts führt dann ein schmaler, gedeckter Gang. Dieser ist an den Seiten zusätzlich verengt, sodass immer nur einer hindurch gehen kann.

Ein Abstecher, der sich lohnt

im keltischen Steinfort Staigue Fort

Im Innern braucht es dann ein gutes Maß an Vorstellungskraft. So ist davon auszugehen, dass hier einst einige Häuser und Nebengebäude sowie kleinere Bauten und Zelte eng beieinander gestanden haben. Bis auf zwei Kammern in der Außenwand hat jedoch nichts die Zeit überdauert. Und auch der Graben außerhalb des Forts tritt nur noch undeutlich in Erscheinung. Dennoch lohnt sich der Abstecher zum Staigue Fort. Allzu viel Zeit muss man allerdings nicht einplanen. So sind nach unserem Besuch bereits alle Autos wieder fort, die wir bei der Ankunft gesehen hatten. Und auch wir kehren schon bald zum Ring of Kerry zurück, wo wir uns vor der Weiterfahrt eine Pause im ungewöhnlich eingerichteten Besucherzentrum gönnen.

Herberge und Coffee-Shop beim Staigue Fort
Die Herberge mit Coffee-Shop beim Staigue Fort
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