Kerry (irisch: Ciarraí) ist das County, den viele vom heimischen Kühlregal kennen. Tatsächlich wird Kerry von der Landwirtschaft und den dazu gehörenden Weideflächen bestimmt. Durch die klimatisch günstige Lage am Atlantik können die Tiere über 300 Tage im Jahr auf ihren Weiden gehalten werden. Die Kühe geben bei dieser Art der Haltung zwar etwas weniger Milch. Dafür ist die Qualität deutlich besser: in Kerry hergestellte Butter besitzt einen besonders hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und Beta-Carotin. Nicht umsonst wird es als »Gold der grünen Insel« angepriesen.
Zudem hat die (Butter-) Werbung auch die Landschaft bekannt gemacht und unsere Vorstellung von Irland geprägt: zum Meer steil abfallende Klippen, saftig-grüne Weiden und obendrauf Kühe - und wenn schon keine Kühe, dann ganz sicher Schafe, das heimliche Wappentier der grünen Insel. Bei der Rundfahrt auf dem Ring of Kerry oder der etwas weniger beachteten Halbinsel von Dingle wird all dies bedient. Doch daneben sind es auch hier die Burgen und Steinforts sowie die pittoresken Ortschaften wie Killarney und das Fischerstädtchen Dingle, die Kerry so liebenswert machen.
Eine Rundfahrt auf dem Slea Head Drive bringt uns von Dingle, entlang der Küste bis zu einem steinernen Bethaus. In der Hafenstadt überraschen uns neben dem Denkmal für den Tümmler Fungie, hübsche bunte Häuser. Unterwegs machen wir Halt beim Fort Dunbeg, beim Inch-Strand und einigem mehr. Unser letztes Ziel ist das Oratorium. Es ist das einzige vollständig erhaltene, in Trockenmauertechnik errichtete Kraggewölbebau der Insel, das auf einem rechteckigen Grundriss steht.
Der Ring of Kerry ist die 179 km lange Panoramaküstenstraße um die Iveragh-Halbinsel. Sie zählt zu den Highlights der Grünen Insel. Auch wir sind begeistert von der wunderschönen Rundfahrt. Sie bringt uns vorbei an Wasserfällen und an gewaltigen Klippen. Wir finden Bienenkorbhütten und drei gut erhaltene Steinforts.