Wanderung auf der Diamond Hill Loop

Wandern im Connemara National Park

Anne auf dem Weg zum Diamond Hill
auf dem Weg zum Diamond Hill

Eine kurze Autofahrt bringt uns vom Kylemore Abbey über Letterfrack zu den Parkplätzen beim Besucherzentrum vom Connemara Nationalpark. Über einen kurzen Fußweg sind die Parkplätze mit dem Visitor Centre verbunden.

Es befindet sich an einem Teich und bietet neben einer Ausstellung über den Park auch einen Teeraum, in dem Getränke, Kuchen und Salate sowie Snacks und Suppen angeboten werden.

Holzbohlenstege über das Moor

Nachdem wir den Teich und das Visiter Centre passiert haben, kommen wir links davon auf den »Trail of Connemara national park«. Zur Orientierung helfen hier verschiedene Farbkennzeichnungen. Der kürzeste ist der gelb markierte Sruffaunboy Walk. Er misst gerade einmal 1,5 Kilometer und führt über einen Aussichtspunkt oberhalb vom Besucherzentrum.

Doppelt so lang ist der blaue Lower Diamond Hill Walk. An seinem Wendepunkt ist er mit dem rot markierten und 3,7 km langen Upper Diamond Hill Walk verbunden. Wer beide Wege miteinander kombiniert, kommt auf 6,7 km, was für eine kurze Wanderung reicht. Nach der Schloss- und Gartenbesichtigung ist dies für uns die ideale Länge.

felsige Wege auf den Diamond Hill
Anne auf dem Weg zum Gipfel des Diamond Hill
felsiger Pfad auf den Diamond Hill

Damit folgen wir den verschiedenen Farben über einen zunächst bequemen Spazierweg an einer Weide mit Eseln sowie einigen Sträuchern vorbei. Bald wird die Landschaft wilder. Nach den parkähnlichen Flächen beim Visitor Centre dominieren nun Nässe liebende Gräser wie Binsen und Seggen. 20 Minuten ab unserem Start haben wir dann auch schon die Schnittstelle zwischen dem unteren und oberen Wanderweg erreicht.

Von dort führt ein Holzbohlenweg über die inzwischen anmoorigen Flächen zum Diamond Hill Loop, dem oberen Rundweg. Wo sich der Weg gabelt, halten wir uns links. So wird es vor Ort empfohlen. Damit erfolgt der Aufstieg auf der schwereren Seite. Über die Sicherheitshinweise am Weg können erprobte Wanderer zwar nur schmunzeln. Weiter oben führt der Pfad aber doch über Felsen, die bei Nässe glitschig werden können.

ganz oben auf dem Diamond Hill
Anne auf dem Diamond Hill

Aufstieg auf den Gipfel des Diamanten-Bergs von Connemara

Aussicht über das Gebiet der Twelve Bens

Anne und Lars auf dem Diamond Hill
Ausblick auf Kylemore Abbey

Nach gut einer Stunde stehen wir auf dem Gipfel vom Diamond Hill. Mit 496 Metern ist dieser alles andere als hoch. Und doch pfeift uns der Wind um die Ohren, dass wir dem Beispiel der anderen Wanderer vor uns folgen und bald einen geschützten Bereich aufsuchen.

Der Berg selbst ist typisch für das Gebiet der sogenannten Twelve Bens, einer Reihe aus zwölf Bergen mit Höhen bis über 700 m. Entstanden sind die Hügel aus Sedimenten, die sich vor 700 bis 550 Millionen Jahren im warmen Schelfmeer abgelagert hatten.

grünes Connemara beim Diamond Hill
sumpfiges Gelände um den Diamond Hill

Spätere Verwerfungen in der Erdkruste bildeten daraus kristallines Schiefergestein, das durch örtliche Hebungen und Erosion an die Oberfläche kam. Durch die Eiszeiten wurden die Steinschichten auf dem Gipfel bis zum widerstandfähigerem Quarzit abgeschliffen.

Die Flanken des Bergs wurden indes weniger stark vom Eis bearbeitet, sodass hier noch die weicheren Schieferschichten und grauer Marmor vorkommen. Wer schon einmal über nassen Marmor gerutscht ist, weiß damit auch, warum die Felsen bei Regen so glatt werden.

ganz schön grün um den Diamond Hill

Nachdem wir die schöne Aussicht über die umliegenden Seen und das Meer genossen haben, verlassen wir den Diamond Hill über die weniger windige Ostflanke. Auch hier verläuft der Weg über Steinstufen, deren Oberfläche teilweise glatt poliert ist. Für Sambaschläpple ist der Pfad in der Tat ungeeignet.

Dafür eröffnet uns der obere Rundweg tolle Aussichten nach Osten über Addergoole und den Polladirk River zum Cnoc Breac (469 m) und der Hügelkette zwischen dem Binn Bhán (auch Maolán, 531 m) im Norden über den 708 Meter hohen Muckanaght bis zum Maumongth (656 m) und Binn Bhreac (508 m) südlich von uns.

Video Diamond Hill | Wandern in Irland

Eindrücke unserer Wanderung auf den Diamond Hill bei Connemara.

Nach diesen tollen Einblicken in den Nationalpark von Connemara kommen wir schließlich wieder zur Weggabelung, auf der wir nun links auf den unteren Rundweg abbiegen. Von dort können wir auf einem wieder sehr gut ausgebauten Weg zurück zum Visitor Centre wandern, wo diese gleichermaßen kurze wie kurzweilige Wanderung endet.

Anfahrt und Anforderungen der Wanderung

Die Anfahrt in den Connemara Nationalpark erfolgt über die N59 Westport - Clifton. Die Zufahrt zum Visitor Information Center und dem Ausgangspunkt der Wanderung erfolgt über Letterfrack.

Ausgangspunkt Visitor Information Center
Koordinaten N 53.55050, W 9.94620
Gehzeit 2.30 Stunden
Distanz ca. 7 km
Anstiege ca. 400 HM
Grad T2
Einkehr Visitor Information Centre
gps-Daten Wanderung Diamond Hill gpx
kml-Daten Wanderung Diamond Hill kml

Wanderkarte Diamond Hill

Höhenprofil

Steigungsprofil

VG Wort