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Weiße Sanddünen bei Brittas Bay

und eine Luft, nahezu frei von Staub

Saftig grüne Wiesen, die von schmalen Straßen und Gehölzstreifen durchzogen werden, kennzeichnen die Umgebung von Brittas Bay. Reiche Binsenbestände auf den Schafweiden und Hochstaudenfluren mit dem lieblich duftendem Mädesüß zeigen zugleich, dass dies eine eher feuchte Gegend ist. Wobei das Klima relativ mild und die Luft nahezu frei von Staub ist.

Eine der frühesten Besiedlungen ist eine christliche Gründung in Three-Mile-Water nördlich von Brittas Bay. Sie entstand vor der Ankunft von St. Patrick und wurde vom römischen Prälaten Palladius geleitet. Nach ihm herrschte St. Boithin über ein Kloster in dieser Gegend. Einer seiner Schüler war St. Kevin, der später die Klostersiedlung in Glendalough gründete.

Die Beutezüge des Captain Jack White an der Brittas Bay

Im 17. Jahrhundert war es dann Captain Jack White, der die Gegend für sich entdeckte. Von der entlegenen Bucht Jacks Hole startete er seine Beutezüge, um Waren der britischen Handelsschiffe und Importgüter aus Frankreich abzufangen. Sehr zum Ärger der Behörden der Krone, denen obendrein die Zolleinnahmen vorenthalten wurden.

Sein Schicksal wendete sich zum Schlechten, als sein Komplize, der Sheriff der Grand Jury, bemerkte, dass der gerissene Kapitän auch weniger offen war als abgemacht. Er ließ den Piraten und Schmuggler vor Gericht stellen und zum Tode durch den Strick verurteilen. Sein Körper wurde von den Klippen bei Mizen Head ins Meer geworfen.

Heute erinnert die nach Captain Jack White benannte Kneipe an der N11 an den alten Schmuggler. Sie befindet sich an dem Ort, an welchem der Kapitän einst seine Beute verteilte und ist bei Einheimischen wie auch Urlaubern gleichermaßen beliebt. Nach der Anreise und auch durch die Nähe zum Ballinclea House ist sie für uns ideal gelegen, um das erste Guinness während der Rundreise zu genießen.

Etwas weiter ist es vom Ballinclea House bis zum Strand an der Brittas Bay. Auf einer Länge von gut drei Kilometern erstrecken sich entlang der Bucht weiße Sanddünen und saubere Strände. In fünf aufeinander folgenden Jahren zeichnete die EU die Strände mit der blauen Flagge aus, der höchsten Kategorie für Strände in Europa. Zudem leben einige seltene Pflanzen- und Tierarten in den Dünen.

Eine Suite im Ballinclea House

unser allererstes B&B in Irland

Unser erstes B&B in Irland ist das Ballinclea House bei Brittas Bay. Was haben wir erwartet? Keine Ahnung, aber das nicht: Von Mrs. Doyle werden wir erst einmal herzlichst empfangen. Schuhe aus und auf geht es in unser Zimmer, oder besser gesagt, in unsere Suite. Ein großes Wohnzimmer mit schweren Ledermöbeln laden abends zum Fernsehen ein und das Schlafzimmer ist einfach traumhaft. Ein super gemütliches Bett mit vielen Kissen und bestickter Decke lassen uns gut schlafen.

Zudem haben wir ein geräumiges Bad mit Dusche und Badewanne. Wir fühlen uns wohl. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, sollen wir noch herunter kommen zum Tee (alternativ hätten wir den auch aufs Zimmer bringen lassen können). Dazu werden uns auch gleich leckere Häppchen mit Lachs und Kekse serviert. Wir fühlen uns immer wohler. Zudem sorgt Mrs Doyle auch gleich dafür, das unsere angefallene Autobahnmaut übers Internet bezahlt wird. Welch ein Auftakt!

Pudding ist weit besser, als er immer geredet wird

Zum Frühstück probieren wir das Full Irish Breakfast mit Speck, Kartoffeln, Würstchen, Black und White Pudding, Tomate und Pilzen. Der Pudding ist weit besser, als er immer geredet wird. Die Würstchen sind allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Bis das Frühstück fertig ist, dürfen wir noch die anderen Sachen genießen, die serviert werden.

So gibt es neben dem Tee noch einen frisch gepressten Orangensaft, bekommen wir eine Schüssel voll mit leckeren, frischen Früchten (zum Teil aus dem Ballinclea Garten) und zudem steht noch ein Buffet mit Cerealien, Joghurt und noch mehr Obst bereit. Ein satter Start in den Tag ist damit gewiss.

Das Ballinclea House ist umgeben von schöner Landschaft

Für das Ballinclea House braucht man einen Mietwagen, da es etwas außerhalb liegt. Dafür wohnt man in einer schönen Landschaft. Schon die Einfahrt zum Haus ist herrlich. Die Wicklow Mountains sind gut zu erreichen und bei tollem Wetter lädt der Sandstrand der Brittas Bay ein.

Will man den Tag bei einem Guinness ausklingen lassen oder noch etwas essen, ist es ein mittellanger Spaziergang bis zum Pub Jack Whites an der Durchgangsstraße. Was uns betrifft, lassen wir das Auto stehen, um die gelungene erste Linksfahrt in Irland nicht zu gefährden ...

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