Anzeige

Glencolmcille

Freilichtmuseum Glencolmcille Folk Village

das Tea House von Glencolmcille
das nachgebaute Schulhaus von Glencolmcille

Ein auch bei ungemütlichem Wetter sicheres Ziel ist das Glencolmcille Folk Village. Um im Anschluss an unsere Slieve-League-Tour dorthin zu gelangen, kehren wir über Teelin zurück zur R263. Dort biegen wir links ab und folgen der wenig befahrenen Straße immer geradeaus bis zum Ort Glencolumbkille.

Sowie wir die katholische Kirche und den Friedhof passiert haben, schwenkt die R263 nach Westen. Gleich danach erreichen wir die Bucht von Glenkolumbkille. Während zu unserer Rechten ein kleiner Strand zum Verweilen einlädt, sind links von uns mehrere mit Stroh gedeckte Hütten zu sehen.

Lars bei Apfelkuchen im Tea House von Glencolmcille
der kleine Mann lädt zum Kaffee ein
Kamin vom Cottage von 1750

Sie gehören bereits zum Folk Village von Glencolmcille. Die Entstehung des kleinen Freilichtmuseums ist eng mit Father James McDyer verbunden. Als er 1951 hierher versetzt wurde, sah er, dass Glencolmcille sehr unter dem Mangel von Arbeitsplätzen litt und sich viele Einwohner gezwungen sahen, auszuwandern.

Tatsächlich verzeichnete die Gemeinde in den 70 Jahren vor der Ankunft des Priesters einen Bevölkerungsschwund von 60 Prozent. Dabei waren die Probleme des Orts - wenig fruchtbares Land, Entfernung zu großen Städten und der Mangel an Betrieben - auch schon vor der Großen Hungersnot vorhanden gewesen.

im Cottage von 1750

Hätte man den Ort sich selbst überlassen, wäre Glencolumcille wohl bald ganz ausgestorben bzw. verlassen gewesen. Um dem entgegenzuwirken, gründete McDyer eine Kooperative. Diese hatte zum Ziel, das landwirtschaftliche Potenzial und die Handwerklichkeit der Einwohner optimal miteinander zu verbinden.

Sein Traum war, die Flut des Auswanderung zu stoppen und den Menschen eine Perspektive zu geben. Als wichtigsten und heute auffälligsten Teil des Konzeptes gründete er 1967 das Glencolmcille Folk Village. Durch den Erfolg seines jahrelangen Einsatzes wurde McDyer als der »can-do« Priester bekannt.

strohgedecktes Cottage von Glencolmcille
strohgedecktes Cottage von Glencolmcille
Anzeige