Klatsch und Tratsch begleiten Arm und Reich schon seit jeher. Der Mensch liebt gute Geschichten. Und wenn sie wahr sind, umso mehr. Unter den Protagonisten ist der Adel allzu oft vertreten. Alleine er bietet reichlich Stoff für Skandale. Hinzu kommen schmutzige Geschichten, die Karrieren beenden, Regierungen stürzen oder sogar Selbstmorde auslösen. Der exzentrische Earl Bishop von Downhill gehörte zu den Herren, über den sich die Gesellschaft die unterschiedlichsten Meinungen bildete.
Bei den einen galt er als abscheulicher und grausamer Kerl. Andere empfanden ihn als einen angenehmen und ausgezeichneten Zeitgenossen. Er war gut belesen, wenn auch vielleicht etwas nutzlos. König Georg III. nannte ihn wiederum den »bösen Prälaten«. Tatsächlich verbirgt sich hinter Earl Bishop der 4. Earl of Bristol, Frederick Augustus Hervey. Neben seiner Angehörigkeit zum Adel genoss er den Ruf eines kultivierten Gentleman. Er war weit gereist und hatte einen feinen Sinn für die Kunst. Frederick war gebildet und ein Experte für Flora und Fauna.