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Filmtipps zu Irland

Komödien über Irland

Verlobung auf Umwegen

Verlobung auf Umwegen

Weil sie anstelle des erwarteten Verlobungsrings nur Ohrringe bekommt, verhilft Anna aus Boston ihrem Glück selbst auf die Sprünge. Ihr Dauerfreund Jeremy musste geschäftlich nach Irland, wo am 29. Februar, wenige Tage nach den Ohrringen, einer irischen Tradition zufolge Frauen den Männern Heiratsanträge stellen. Bald sitzt Anna im Flugzeug, das wegen Wetterkapriolen jedoch nach Wales umgeleitet wird. Mit etwas Mühe sie an Irlands Westküste (!). Dort hofft sie auf die Hilfe von Pubbesitzer Declan, der sie nach Dublin fahren soll. Doch damit geht der Schlamassel erst so richtig los.

Als Kulisse für Annas Ankunft und auch die Szene, bei der sie am Rand einer Klippe steht, diente die Aran-Insel Inishmore. Weitere Drehorte sind die Wicklow Mountains mit dem Upper Lake von Glendalough, der Connemara Nationalpark und natürlich Dublin.

Das Leben ist ein Kinderspiel

Das Leben ist ein Kinderspiel

Bei Mutter und Großmutter Nan (Fionnula Flanagan) hat sich im Laufe der Jahrzehnte so einiges angesammelt. Weil sich die alte Dame nur schwer von Dingen trennen kann, zählen dazu auch stapelweise alte Magazine und unbrauchbarer Krempel. Um das heillose Durcheinander zu beseitigen, schicken Colm (Pat Shortt) und seine Geschwister Nan auf einen Ausflug. Bis zu ihrer Rückkehr ist die Wohnung komplett entrümpelt. Leider fehlt auch die schäbige Matratze, in der die gesamten Ersparnisse stecken.

Als Colm im Radio einen Finderlohn auf die Matratze aussetzt, ist bald ganz Irland auf den Beinen; oder besser gesagt: auf den Müllkippen des Landes unterwegs, um den Schatz zu bergen. Weil der Erfolg ausbleibt, wird Nan dann jedoch als senile alte Dame mit einer reich blühenden Fantasie abgestempelt. Einzig ihre Enkelin Emma (Kelly Thornton) glaubt ihr und begibt sich ein zweites Mal auf die Suche ...

Die leichte Komödie kommt mit viel hintersinnigen, teils schwarzen Humor daher und zeigt das Irland, das sich hinter den großartigen Landschaften verbirgt.

The Guard - Ein Ire sieht schwarz

The Guard - Ein Ire sieht schwarz

In dem als Action- und Thriller-Komödie beschriebenen Streifen steht ein irischer Dorfbulle im Mittelpunkt des Geschehens. Als Kleinstadtpolizist zeichnet sich Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) in vielerlei Hinsicht aus: er ist eigensinnig, mitunter zynisch, vor allem aber ein Einzelgänger, der sich nicht gerne in die Suppe spucken lässt und auf seinen jungen Kollegen McBride herabsieht. Als FBI-Agent Everett (Don Cheedle) bei der Jagd nach Drogenschmugglern in seiner Stadt auftaucht, empfindet Boyle ihn als ungebetenen Eindringling. Dies ändert sich, als McBride plötzlich verschwunden ist und Boyle klar wird, dass nicht nur die Schmuggler, sondern auch seine Vorgesetzten ihre Finger mit ihm Spiel haben. Damit wird der FBI-Mann zum Verbündeten, mit dem er den Drogenring sprengen will.

Als Kulisse für den Film dienten der Connemara Nationalpark, Barna, Salthill und Spiddal, drei Küstenorte westlich von Galway.

The Boys & Girl from County Clare

The Boys and Girl From County Clare

Als der Sound aus Liverpool in den 60ern weltweit für Furore sorgt, bleibt ein Land außen vor: Irland. Auf der Grünen Insel kann sich die traditionell-irische Musik weiterhin behaupten. Wie kann da eine neue irische Band aus Liverpool den viel beachteten »All Irish Music«-Wettbewerb für sich entscheiden?

Die Frage geht an die rivalisierenden Brüder Jimmy und John Joe, die sich nach 20 Jahren bei diesem Songwettbewerb wieder begegnen. Jimmy bringt seine Band aus Liverpool mit, John Joe tritt mit seiner traditionell-irischen Band an, um den Wettbewerb das dritte Jahr in Folge zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht der musikalische Wettstreit, daneben kommen aber auch alte Familiengeheimnisse ans Licht. Für zusätzliche Verstrickungen sorgt Anne, die sich Geigerin von John Joes Band in Teddy, den Flötist aus Liverpool, verliebt.

Die Handlung an sich ist eine einfach gestrickte, aber kurzweilige Komödie (auch Drama), bei der vor allem Colm Meaney (Jimmy) und Bernard Hill (John Joe) schauspielerisch überzeugen. Begeistern tut der Film mit der irischen Musik und herrlichen Landschaften im County Clare.

Tragikomödien in Irland

Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter

Die Asche meiner Mutter: Irische Erinnerungen

Nachdem Angela und Malachy McCourt in Amerika scheitern, kehren sie als Mittellose mit ihren Kindern zurück in die alte Heimat. In Irland angekommen, wird das Leben nicht leichter. Die Familie durchleidet die Slums von Limerick, Hunger und Arbeitslosigkeit. Zu allem Übel gehen auch die Nachbarn und Verwandten auf Distanz. Der älteste Sohn, Frank, erlebt seine Mutter beim Betteln und seinen Vater, wie er den geringen Lohn gleich wieder in Alkohol umsetzt. In dieser ausweglos erscheinenden Situation setzt sich Frank ein Ziel: zurück nach Amerika.

Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den dreißiger Jahren gehören zum Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die irische Seele geschrieben wurde.

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