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Dublinia

Heimatmuseum zum Anfassen

Direkt neben der Christ-Church-Kathedrale und damit über eine Fußgängerbrücke aus dem 19. Jahrhundert verbunden, befindet sich Dublinia. Dort, wo einst das Herz des mittelalterlichen Dublins pulsierte, hat sich das Museums als Ziel gesetzt, die bewegte Geschichte der irischen Hauptstadt erlebbar zu machen. Das heißt: so ziemlich alles darf angefasst, vieles ausprobiert werden.

Der Rundgang durch das Museum beginnt mit einem virtuellen Gang über den mittelalterlichen Markt der Stadt. Schön finden wir, dass anstelle von Zeichnungen alles so lebensnah wie nur irgendmöglich nachgestellt ist. Die Menschen hinter den Buden und Ständen sind lebensgroß. Schaut man nicht so genau hin, meint man sogar, dass es sich um echte Menschen handelt.

Verbindung vom Dublinia zur Christ-Church-Kathedrale
Szene im Dublinia

Ist es an der einen Ecke eine Schenke, die unsere Aufmerksamkeit weckt, so begeistert uns ein paar Schritte weiter eine Hafenszene, wie sie früher ausgesehen hat. Wie es sich für eine mittelalterliche Stadt schickt, wurde selbst an den Pranger samt Missetäter gedacht. Hier treten dann auch die Unterschiede zu einem echten Pranger offen zu Tage: anstelle von Steinen und Kot liegen heute kleine Bälle bereit, mit denen der Schuft beworfen werden kann.

Auch andere, dunkle Epochen der Stadt sind in Dublinia nachgestellt. So erinnern aufgebahrte Körper und vom Elend gezeichnete Gesichter an das Jahr 1348. Damals wütete die Pest in den schmutzigen Gassen und raffte die derzeit bereits überwiegend englische Bevölkerung dahin. Daneben sind es ganz profane Dinge wie Zahnschmerzen und deren Behandlung vor 700 Jahren, die uns angesichts der primitiven Geräte einen Schauder über den Rücken jagen.

flehende Frau im Dublinia
Erinnerung an die Sklaverei in Irland
Webkunst im Dublinia

Der obere Stock ist den Wikingern gewidmet. Hier bekommen wir eine Vorstellung von dem Leben an Bord eines Wikingerschiffes und von den beschwerlichen wie auch gefährlichen Reisen der Nordmänner, von ihren Waffen und Fähigkeiten im Kampf. Wer möchte, kann sich als kampferprobter Wikinger kleiden oder sich in die missliche Lage eines Sklaven versetzen.

Daneben bekommen wir Einblick in das verrauchte Innere eines typischen Wikinger-Langhauses und können uns am Runen-Alphabet versuchen. Zuletzt sind es die Mythen und Sagen der Wikingerzeit, welche den Besuch des Museums zu einem echten Erlebnis - auch für Erwachsene - machen. Damit ist Dublinia für uns weit mehr als nur ein Schlechtwettertipp.

Hafenszene im Dublinia
Ja, Lars ist eindeutig der Stärkste ...
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