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Browneshill-Dolmen

Auf der Fahrt nach Dublin legen wir etwa drei Kilometer östlich von Carlow einen Stopp beim Browneshill-Dolmen (irisch: Cnoc an Bhrúnaigh) ein. Vom Parkplatz an der R726 führt ein Spazierweg um ein Getreidefeld zum Dolmen.

Nachdem wir schon mehrere Dolmen besucht haben, erkennen wir, dass es sich auch hier wieder um einen neolithischen Portal-Dolmen handelt. Laut des Untersuchungen wurde dieses zwischen 3300 und 2900 vor Christus errichtet.

auf dem Weg zum Browneshill Dolmen
auf dem Weg zum Browneshill Dolmen

Eine Besonderheit des Browneshill-Dolmen ist der Deckstein. Der 4,7 auf 6,1 Meter große Granitbrocken ist zwei Meter dick und circa 100 Tonnen schwer. Damit besitzt der Browneshill-Dolmen den größten Deckstein all dieser Megalithanlagen nicht nur Irlands, sonders aller Britischen Inseln. Das riesige Gewicht des Steins ist auch der Grund, warum sich die Forscher einig sind, dass dieser an Ort und Stelle gefunden wurde. Nicht sicher ist hingegen, wie der Deckstein auf die beiden Portalsteine und dem Schlussstein befördert wurde.

Möglich ist, dass der Deckstein gar nicht bewegt wurde, sondern erst Löcher für die Tragsteine unter dem Fels gegraben und anschließend die übrige Erde weggeschafft wurde. Einer zweiten Theorie zufolge könnten die Tragsteine neben dem Deckstein aufgestellt worden sein und der 100-Tonnen-Granitfels über eine Rampe mithilfe von Bauholz befördert worden sein. Zuletzt erscheint es möglich, dass der Deckstein am Rand hochgebelt und der Hohlraum solange mit Erde verfüllt wurde, bis man die Tragsteine darunter platzieren konnte.

ganz schön großer Deckstein - der Browneshill Dolmen
der Browneshill-Dolmen bei Carlow

Welche Theorie zutrifft, ist aus unserer Sicht letztlich egal. Denn ganz gleich, ob sie es gewagt haben, mit der Riesenlast über ihren Köpfen Löcher zu buddeln oder sie den Granit Millimeter für Millimeter in die Höhe befördert haben, es ist auf jeden Fall eine erstaunliche Leistung, die alle Achtung verdient.

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