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Port Moon

Wanderung Dunseverick Castle - Giant's Causeway 2/5

Schon nach wenigen Metern auf dem Wanderweg zieht uns die Landschaft am Giant's Causeway in ihren Bann. Während links von uns Kühe friedlich auf dem grünen Hochplateau grasen, fällt das Gelände rechts von uns steil zum Meer ab. Bis ganz nach unten sind es auf diesem Abschnitt gut 50 Meter.

Ca. sieben Minuten, nachdem wir den Aussichtspunkt zum Dunserick Castle verlassen haben, passieren wir einen ersten schluchtartigen Einschnitt in die Klippen. Wer sich zu weit vorwagt, muss mit einer unsanften Rutschpartie rechnen, eh am Fuß der Klippen auf den Kiesstrand aufschlägt.

Blick auf Port Moon
Achtung, gefährliche Steilküste, Absturzgefahr

Als nächstes passieren wir Port Moon. Früher sind hier die Fischer gestartet, um Seetang zu sammeln und in der Bucht Krabben zu fischen und Hummer in Körben oder Reusen zu fangen. Wer weiter raus aufs offene Meer gefahren ist, hat Kabeljau und Schollen mit Leinen aus der Tiefsee gezogen.

Ab etwa 1830 wurden Netze an den Felsen bzw. auf dem Grund der Bucht befestigt. Mit ihnen wurden Atlantische Lachse auf ihrem Weg vom Meer zurück zu den Laichplätzen im Bush, den Fluss ihrer Geburt, abgefangen, bevor sie auf den umliegenden Markt verkauft wurden.

Wanderweg bei Port na Spaniagh
Wanderweg bei Port na Spaniagh

Die Zeugnisse der historischen Nutzung sind in der Bucht verstreut. Dazu zählen Mauern und Stangen zum Trocknen von Seetang und Aufhängen der Lachsnetze, eine rostige Seilwinde zum Einholen der Boote, ein Eiskeller zum Lagern der Fische und das Fish House, dem Dreh- und Angelpunkt der Fischerei von Port Moon.

Schwindende Fischbestände und geänderte Fangmethoden in der Fischindustrie führten 2002 zur Schließung der Fischerei. Jedoch wurde dem Fish House nach seiner Renovierung im Jahr 2011 neues Leben eingehaucht. Es dient heute als Schutzhütte für Meeresbegeisterte, die auf dem Canoe Trail unterwegs sind.

Ausblick beim Port Noffer
Ausblick beim Port Noffer
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